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Das Jubiläum








Die ganzheitliche Energiebilanz steht im Mittelpunkt!


Herstellung - Nutzung - Entsorgung


• Die Basis der Bewertung eines Gebäudes hinsichtlich seiner ökologischen Eigenschaften war in der Vergangenheit häufig nur der Heizwärmebedarf. Dementsprechend beziehen sich Begriffe wie Null- oder Niedrigenergiehaus ebenfalls in der Regel nur auf die zum Betrieb des Gebäudes notwendige Energie für die Beheizung. Dieses führt bei vielen Baumaßnahmen zu erheblichen Fehleinschätzungen des Energiebedarfsstandards.

• Allein der Herstellungsenergiebedarf der Baumaterialien für ein durchschnittliches in Stein- oder Betonbauweise errichtetes Gebäude entspricht dem Heizenergie- und Strombedarf des Gebäudes für ca. 20 Jahre.

• Dementsprechend kann erst durch eine konsequente gesamtenergetische Betrachtung des gesamten Lebenszyklusses eines Bauvorhabens, beginnend mit den energetischen Aufwendungen für die Herstellung und den Transport der Baumaterialien, über die Nutzungsphase mit all ihren Facetten bis hin zum Abriss, eine belastbare Aussage über den wirklichen Energiebedarf des Gebäudes getroffen werden.

• Die nebenstehenden Abbildungen verdeutlichen, dass eine ausschliessliche Betrachtung des Nutzungsenergiebedarfs für eine ganzheitliche und damit nachhaltige energetische Betrachtung nicht ausreicht. Erst eine deutliche Verringerung des Energieeinsatzes in den Bereichen Herstellung, Nutzung und Rückbau ermöglicht es, von einem echten Niedrigenergiehaus im wahrsten Sinne des Wortes zu sprechen.


Das Mensch-Haus-Umwelt Gebäude im Technologiepark Paderborn




• Das rund 3000 m² große Mensch - Haus - Umwelt Gebäude wurde in nur 80 Tagen Bauzeit realisiert.

• Bei diesem Baukonzept steht durch die Verwendung von energetisch abgeschriebenen Stahlraumzellen der Wiederverwendungs- bzw. Recyclinggedanke im Vordergrund.

• Die Kombination der energiearmen Baustoffe, wie z.B. die Wandkonstruktion aus stranggepresstem Stroh, führt zu einem um 80 % reduzierten Herstellungsenergiebedarf bei gleichzeitig sehr geringem Energiebedarf in der Nutzungsphase.

• Die Gesamtkosten von ca. 870,- €/m² Nutzfläche incl. Grundstücks- und Nebenkosten zeigen, dass sich Ökologie und Ökonomie beim Bau eines Gebäudes vereinen lassen.



Die Arbeitsgruppe Mensch - Haus - Umwelt

Um die sehr progressiven Energiekennwerte des Gesamtökologischen Baukonzeptes in der Planung, Ausführung aber auch in der Nutzungsphase eines Gebäudes zu gewährleisten bedarf es einer intensiven Begleitung der an der Ausführung beteiligten Planer, Handwerker aber auch der Bauherren bzw. Bauherrinnen durch das Institut für Gesamtökologischen Wohnungsbau. Dieser ganzheitliche Ansatz wird darüber hinaus durch die vom Institut unterhaltene Arbeitsgruppe Mensch-Haus-Umwelt mit ihren umfangreichen Kernkompetenzen unterstrichen.



Ihre Einrichtung beruht auf der Erkenntnis, dass Energiebilanzen nicht alles sind sondern die Betrachtungen auf breite Füße gestellt werden müssen, wenn sie – im wahrsten Sinne des Wortes - nachhaltig sein sollen!

Das Einbinden von den unterschiedlichsten Fachdisziplinen in einen – und das ist sehr wichtig – gut moderierten Prozess ermöglicht ein „vieldimensionales – optimales“ Bauen!

Ein Gesamtökologisch sinnvolles Gebäude ist nämlich nicht das Ergebnis der Planung von einer Fachdisziplin geschweige denn von einer Person sondern das Ergebnis von einem gut moderierten Gruppenprozess mit vielen Beteiligten.


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